Brief eines Fragenden oder


Ein Besuch im Kölner Tempel ......

....und Gedanken um ein Buch


Sehr geehrter Herr Benedikt, sehr geehrter Herr Meissner,

vor einigen Tagen war ich zu Besuch in Ihrem schönen Kölner Tempel. Mich haben dort einige Dinge sehr erschüttert und ich kann nicht anders, als Sie beide um Hilfe und um eine Antwort zu bitten. Ich habe mir einfach einmal vorgestellt, was "der Begründer" Ihrer wundervollen Religion gedacht haben müsste, wenn er mich begleitet hätte:

1. Ein beachtliches Bauwerk

2. Ein heidnischer Tempel - hier stehen so viele Götzenbilder herum, dass es der ersten Weisung des Dekalogs vom Sinai zu 100% widerspricht! Ich finde in unserer ganzen deutschen Sprache kein einziges Wort, mit dem man diesen Widerspruch auflösen könnte. Bitte erklären Sie es mir? Was läuft da schief? - Wenn es nicht anders geht auch auf Latein - Ich werde weder Kosten noch Mühen scheuen, mir dies dann übersetzen zu lassen.

3. Ich schätze einmal es waren Angestellte von Ihrer Firma, welche wunderschöne Führungen durch Ihren Tempel veranstalteten. Ich habe die Frechheit besessen, stehenzubleiben, um einige Worte mithören zu dürfen. Sie glauben nicht, was passiert ist! Dieser heidnische Priester war erbost, weil ich für das Zuhören nicht bezahlt hatte und forderte mich auf zu gehen. Da ich mich bemühe ein freundlicher Mensch zu werden, habe ich mich der Weisung gefügt,- aber meinen imaginären Begleiter aus Galiläa vor über 1900 Jahren habe ich gefragt, ob er das bei seiner Bergpredigt auch gemacht hätte! Selbst ein sogenannter Saulus warf mit ein, sowas würde er auch nicht kennen - hätte er auch damals vor langer Zeit nicht gemacht! Herr Saulus meinte sogar, er hätte neben seinen Erzählungen über den EINEN G"tt weiter als Zeltmacher für sein Auskommen gesorgt. - Was für eine gänzlich andere Welt!!! Können sie mir bitte erklären WOZU diese Änderung notwendig war?

4. In dem Tempel gibt es auf einem erhöhten Podest einen ganz besonders bequemen Sessel. - Wer wird wohl darauf sitzen, habe ich mich gefragt! Meine "Begleiter" empfahlen mir ein Buch zu lesen, welches Bibel heißt! Wenn ich dies Buch richtig verstanden habe, müsste dort der ärmste Mensch der Stadt Köln sitzen und kostenlos das beste Essen und einen guten Wein bekommen. - Wenn diese Veranstaltung stattfindet, dann laden Sie mich bitte ein! Ich möchte den besten Wein aus meinem Keller mitbringen und den Herrn auf dem Stuhl bedienen - das wird meiner Seele gut tun, denke ich. Egal was ist, ich werde mir auf jeden Fall frei nehmen.

5. Noch etwas habe ich vernommen. - Es soll einen MENSCHEN geben, der die Wahrheit weiß! Ich halte das für mehr als bedenklich! Selbst der Begleiter aus Galiläa erzählte, dass er nicht alles weiß, sondern nur sein Vater im Himmel weiß die Stunde und alles andere. - Fast meine ich, er hätte auch gesagt, niemand solle sich Vater nennen! - Der Mann hatte eine wunderbare Botschaft: Es ist NIE zu spät - kehre um!

Vielleicht hilft Ihnen diese Botschaft einer fremden "Religion" auch einmal bei Ihren Irrtümern, ich wünsche es Ihnen von ganzem Herzen und aus tiefster Seele.

Ich hoffe meine Botschaft erreicht Sie und Sie werden nicht böse sein. - Manches mag ich falsch verstanden haben - Das bitte verzeihen Sie mir! - Aber da wir ja alle drei die gleiche schöne Sprache haben, so können Sie mir ja auch helfen, zu verstehen. Gern nehme ich Sie in meinem Wagen mit und fahre Sie wohin Sie wollen - wie es anno dazumal ein äthiopischer Kämmerer gemacht hatte, der auch keine Ahnung hatte. Diesen Mann kann ich sehr gut verstehen - das Wort Ahnung in Verbindung mir DIESEM Buch halte ich für ziemlich gewagt.



Einladung

Liebe Freunde, ich lade Euch ein, mir zu helfen, diesen Brief vor dem Versenden (welches bald geschehen soll) auf inhaltliche Fehler zu überprüfen. Wer hierzu etwas sagen mag ist immer willkommen und ich werde inhaltlich falsche Aussagen korrigieren. Dafür habe ich einen Thread im Forum eröffnet, in dem alle herzlich zum diskutieren eingeladen sind.

Hier jetzt noch ein paar weitere Gedanken, welche mir nach dem Brief zur Bibel und der Wirkung eingefallen sind:

Das Verwunderliche an dem Buch

Seit der Zeit der Hinzufügung der letzten Kapitel in diesem Buch ist viel geschehen:

- Wir erkannten, dass die Erde keine Scheibe ist, sondern eine Kugel.
- Das Schießpulver wurde erfunden.
- Die Dampfmaschine wurde erfunden.
- Der Buchdruck revolutionierte das Wissen - weniger die Bildung.
- Amerika wurde entdeckt.
- Die Entdeckung des elektrischen Stroms.
- Noch effizientere Bomben als die Atombombe bedrohen die Welt. Der Mensch hat nun die Möglichkeit, diese Schöpfung innerhalb kürzester
Zeit ganz zu vernichten. Er würde viel mehr Zeit benötigen ihre Schönheit zu genießen!
- Verdummungsmaschinerien (Fernsehen) wurden entdeckt und vermarktet ( Niemand kann durch den blöden Kasten ferner sehen als bis zu
der Wand, vor der dies Gerät steht).
- Werbung und Papier ist heut mehr wert als ehrliche Arbeit - Brot weniger wert als Versicherungen - Dafür haben andere Menschen gar kein
Brot!

Die Frage ist nur, was sich mehr vermehrt. Ist es der Sinn oder der Unsinn? - Eines ist aber sicher: Auch wenn durch dies Buch Institutionen und Personen reich durch Mißbrauch wurden - dem Wunder DIESES Buches sind wir am wenigsten nähergekommen! Dafür sind wir jedoch in der Lage, mit Dingen, die wir doch nicht verstehen, gentechnisches Roulett zu spielen.