Lieber G"tt und Herr!
Setze dem Überfluß Grenzen
und laß die Grenzen überflüssig werden.
Nimm den Ehefrauen das letzte Wort
und erinnere die Ehemänner an ihr erstes!
Gib den Regierenden ein besseres Deutsch
und den Deutschen eine bessere Regierung.
Schenke uns und unseren Freunden mehr Wahrheit,
und der Wahrheit mehr Freunde.
Bessere solche Beamte, die wohl tätig,
aber nicht wohltätig sind,
und lass die, die rechtschaffen sind,
auch recht schaffen.
Sorge doch dafür, dass wir alle in den Himmel kommen,
aber wenn du es willst, noch nicht gleich,
denn heute wollen wir noch fröhlich leben
und dein Evangelium verkünden und viele rufen,
damit Dein Haus voll werde.
Amen!

Ein Pfarrer aus dem Bergischen Land schrieb dieses Gebet. Es fand so viel Anklang, dass es - damals im Jahre 1864 - in der Bergischen Volkszeitung abgedruckt wurde. Wie wenig es doch an Aktualität verlohren hat!